Ursprünglich handelt es sich um ein neapolitanisches Devotionalienbild, dort als "Santissime antime" bekannt. dazu gehören zunächst einmal die "vier armen Seelen", die bis zur Hüfte in fetten feuerroten Flammen stehen. Sie sind nackt, wie es sich für eine "arme Seele" gehört.
Der Satan steht als Bocksgestalt mit langer Gabel, aber von Gestalt kleiner als die Seelen links von der Gruppe. Er ist hier nicht der macht-volle Höllenfürst, sondern eher ein "Knecht Ruprecht", der erschrecken und quälen kann, aber selber an der Kette liegt.
Die Muttergottes steht ihm gegenüber, obwohl sie nach Ansicht der Theologen diesen Kreis überhaupt nicht betreten darf. Deshalb musste sie wohl ihren Glanz etwas dämpfen und sie verhält sich eher wie eine der eleganten Damen, die früher vor dem Waisenhaus der Stadt unerkannt vorfuhren um einem kleinen Jungen oder Mädchen wehmutsvoll zuzublicken. Die Seelen im Feuer sind wie solch illegitime Kinder, die sie deshalb noch viel inniger liebt.
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